Gerichtsurteile und diverses aus dem Tierschutz

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Gerichtsurteile und diverses aus dem Tierschutz

Beitragvon Twiggy1 » 6. Aug 2011, 08:23

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Liebe Freunde der Tiere,

unser heutiges Rundmail widmet sich Tierschutzthemen, die im Wesentlichen außerhalb unseres Kerngebietes "Jagd" liegen, aber deshalb nicht minder von erheblicher Bedeutung sind.
Mit zwei Urteilen in den vergangenen Tagen wurde das Rechtsempfinden der Bevölkerung stark strapaziert, wenn nicht gar überstrapaziert.
Das eine Urteil betrifft die Entschädigung, die an den Kindermörder Magnus Gäfgen wegen Folterandrohung gezahlt wird.
Das andere Urteil - und nur dieses ist für uns Tierrechtler an dieser Stelle relevant - betrifft das Urteil des Bayrischen Verwaltungsgerichtshofes zum Thema Schächten.

Hierzu in gebotener Kürze zwei grundsätzliche Feststellungen.
Für die Ausübung eines hohen Richteramtes ist ein Jurastudium eine triviale Voraussetzung. Eine andere und eminent wichtige Voraussetzung ist aber, dass dieses Amt mit Mut, geistiger Unabhängigkeit und vor allem mit Weisheit gefüllt wird, um zum einen die bestehende Rechtsprechung weiterzuentwickeln, zum anderen aber, um moralische und ethische Entwicklungen in der Gesellschaft in den juristischen Kodex einzusteuern. An allen diesen Tugenden - die zugegebener Maßen heute selten geworden sind - hat es den Richtern grundsätzlich gemangelt.
Aus dem Urteil ist erkennbar, dass das Verwaltungsgericht lediglich einen widerlichen Kniefall vor der uns alle dominierenden Wirtschaftsoligarchie und der herrschenden "demokratischen" Parteiendiktatur vollzogen hat; von Mut, geistiger Unabhängigkeit oder gar von Weisheit war in diesem Urteil hingegen kein Körnchen zu finden, geschweige denn von Empathie für die gequälte Kreatur.
Die andere Feststellung betrifft Religionsfreiheit. Jede durch die Verfassung garantierte Freiheit einer Meinung, eines Kultes, eines Glaubens und damit auch die Freiheit einer Religionsausübung hat da ihr Ende zu finden, wo Glaubensinhalte mit konkretem, realem und tausendfachem Leid - gleich welcher Spezies - konkurrieren. Ein Staat, ein Gericht, das archaische, unbewiesene Glaubensinhalte und Gedankenfiktionen höher bewertet als Angst, Qual und brutalen Tod von Lebewesen hat sich moralisch diskreditiert.
Zwei modifizierte Sätze aus Hamlet mögen das Thema in diesem knappen Rahmen beenden: "Es ist etwas faul im Staate Deutschland" und "die Zeit ist aus den Fugen".

Weitere Einzelheiten finden Sie in den Stellungnahmen von Dr. Gerhard Heybrock,
Prof. Dr. Schwägerl und Ulrich Dittmann: hier:

Mit dem Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. verbindet uns eine langjährige gedankliche und persönliche Freundschaft, so dass wir gemeinsam beschlossen haben, uns künftig gegenseitig als Kooperationspartner zu unterstützen.
Gerade Ulrich Dittmann, Vorsitzender des Arbeitskreises, kämpft seit Jahren gegen das barbarische Schächten jüdischer und moslemischer Glaubensfundamentalisten.
Über die Aufgaben des Arbeitskreises informieren Sie sich bitte hier: hier:


Unsere gemeinsame Auffassung von Ethik und Tierrechten haben wir in sechs Punkten in einem Flyer präzisiert, der jedem Interessierten zum freien Gebrauch zur Verfügung steht: hier:


Lassen Sie uns das heutige Informationsschreiben mit einigen Kurzhinweisen beenden.
Mal wieder haben wir in unserer nächsten Umgebung Fuchsfallen gefunden: hier:

Jagd findet nicht nur auf dem Lande statt! Eine großartige Organisation zum Schutz der Wale sei Ihrer Aufmerksamkeit empfohlen: hier:

Der WWF entfernt sich zusehends vom Tierschutz. Schweizer Kollegen haben folgendes recherchiert und nachstehenden Artikel verfasst: hier:

Und zu guter Letzt noch eine Petition gegen das Leid der Streunertiere in Osteuropa; dem Aktionsbündnis der „Ärzte für Tiere“ ist pro iure animalis selbstverständlich beigetreten: hier:


Weitere Infos unter: hier:
LG Monika Bild

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.

(*Mahatma Gandhi *)
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Twiggy1
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